Pterygium ist ein gutartiges, dreieckig geformtes Gewebewachstum auf der Bindehaut (dem klaren Gewebe, das den weißen Teil des Auges bedeckt), das auf die Hornhaut (die klare Vorderfläche des Auges) übergreifen kann. Es wird häufig als “Bindehautwachstum” oder “Surferauge” bezeichnet, aufgrund seiner häufigen Assoziation mit längerer UV-Strahlung, Wind und Staub, oft in Außenumgebungen.
PTERYGIUM (KONJUNKTIVWACHSTUM)

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Ursachen und Risikofaktoren
Pterygium entwickelt sich aufgrund eines abnormen Gewebewachstums in der Bindehaut. Die genaue Ursache ist nicht vollständig verstanden, aber mehrere Faktoren können zu seiner Entstehung beitragen:
- UV-Strahlung: Längere Exposition gegenüber ultraviolettem (UV) Licht von der Sonne ist ein wesentlicher Risikofaktor für Pterygium. Daher tritt es häufig bei Personen auf, die viel Zeit im Freien verbringen, wie Sportler (z.B. Surfer), Landwirte und Bauarbeiter.
- Trockene oder staubige Umgebungen: Umgebungen mit hohen Staub-, Wind- und Trockenheitswerten können die Augen reizen und das Wachstum von Pterygium fördern.
- Genetische Faktoren: Eine familiäre Vorgeschichte von Pterygium kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, die Erkrankung zu entwickeln, was auf eine genetische Veranlagung hinweist.
- Alter: Pterygium tritt häufiger bei Personen über 40 Jahren auf, kann jedoch Menschen jeden Alters betreffen.
Symptome von Pterygium
In den frühen Stadien kann Pterygium keine auffälligen Symptome verursachen. Wenn sich der Zustand jedoch verschlechtert, können folgende Symptome auftreten:
- Rötung im Auge: Der betroffene Bereich kann rot oder entzündet erscheinen.
- Reizung oder Körniges Gefühl: Betroffene können das Gefühl haben, dass etwas in ihrem Auge ist, was zu Unbehagen führt.
- Trockene Augen: Das Wachstum kann die normale Funktion des Tränenfilms beeinträchtigen und Symptome trockener Augen verursachen.
- Verschwommenes Sehen: Wenn das Pterygium auf die Hornhaut wächst, kann es zu verschwommenem oder verzerrtem Sehen führen.
- Kosmetische Bedenken: Das sichtbare Wachstum im Auge kann bei einigen Personen kosmetische Bedenken hervorrufen, insbesondere wenn es das Aussehen des Auges beeinflusst.
Diagnose
Pterygium wird durch eine umfassende Augenuntersuchung diagnostiziert. Der Augenarzt wird in der Regel:
- Ein Visus-Test: Durchgeführt, um zu überprüfen, ob das Sehvermögen durch das Wachstum beeinträchtigt wurde.
- Das Auge untersuchen: Mit einem Spaltlampenmikroskop wird die Oberfläche des Auges, insbesondere die Bindehaut und Hornhaut, auf das Vorhandensein von Pterygium untersucht.
- Überprüfung der Symptome: Der Arzt wird auch auf Trockenheit, Reizung oder Unbehagen im Auge achten.
In einigen Fällen, wenn das Pterygium groß ist oder erhebliche Sehprobleme verursacht, können zusätzliche Tests erforderlich sein, um seine Auswirkungen auf das Sehen zu beurteilen.
Behandlungsoptionen
Die Behandlung von Pterygium hängt von der Schwere des Zustands ab. Zu den Optionen gehören:
Konservative Behandlung:
- Künstliche Tränen: Zur Linderung von Trockenheit und Reizung.
- Entzündungshemmende Medikamente: Verschreibungspflichtige Augentropfen, die Steroide enthalten, können verwendet werden, um Entzündungen und Rötungen zu reduzieren, insbesondere wenn das Pterygium entzündet wird.
- UV-Schutz: Das Tragen von Sonnenbrillen mit UV-Schutz und das Vermeiden direkter Sonneneinstrahlung kann helfen, weiteres Wachstum des Pterygiums zu verhindern.
Chirurgische Behandlung:
- Exzision: Wenn das Pterygium groß wird, erhebliches Unbehagen verursacht oder das Sehen beeinträchtigt, kann eine chirurgische Entfernung erforderlich sein. Der Eingriff beinhaltet das Entfernen des Wachstums und in einigen Fällen das Abdecken des Bereichs mit einem Transplantat aus gesundem Gewebe, um ein Wiederauftreten zu verhindern.
- Autotransplantat oder Amnionmembran-Transplantat: Um ein Wiederauftreten zu verhindern, kann der entfernte Bereich mit einem Transplantat aus dem eigenen Gewebe des Patienten (Autotransplantat) oder einer Amnionmembran abgedeckt werden.
Nach der Operation:
- Nach der Operation müssen die Patienten möglicherweise Augentropfen verwenden, um Infektionen zu verhindern und die Heilung zu fördern.
- Nachsorgeuntersuchungen sind wichtig, um die Heilung zu überwachen und sicherzustellen, dass es nicht zu einem Wiederauftreten des Pterygiums kommt.
Prävention
Während Pterygium nicht immer verhindert werden kann, können verschiedene Maßnahmen das Risiko der Entstehung verringern:
- Tragen Sie Sonnenbrillen: Schützen Sie Ihre Augen vor schädlichen UV-Strahlen, indem Sie Sonnenbrillen mit 100% UV-Schutz tragen.
- Hüte oder Mützen tragen: Das Tragen eines breitkrempigen Hutes kann zusätzlichen Schatten spenden und die UV-Exposition reduzieren.
- Staubige oder windige Umgebungen meiden: Wenn Sie in staubigen Bereichen arbeiten oder diese besuchen, kann das Tragen von Schutzbrillen helfen, Ihre Augen zu schützen.
- Künstliche Tränen verwenden: Für Menschen, die in trockenen oder windigen Umgebungen leben, kann das regelmäßige Verwenden von künstlichen Tränen helfen, Reizungen und Trockenheit zu reduzieren, die zur Bildung von Pterygium beitragen können.
Prognose
Die meisten Fälle von Pterygium sind gutartig und können mit konservativer Behandlung oder einer Operation effektiv behandelt werden. Es besteht jedoch das Risiko eines Wiederauftretens nach der Operation, insbesondere wenn nach der Operation kein UV-Schutz verwendet wird. Die langfristige Prognose für Personen mit Pterygium ist in der Regel gut, wenn eine angemessene Pflege erfolgt.
Fazit
Pterygium ist eine häufige Erkrankung, die Unbehagen und Sehprobleme verursachen kann, wenn sie unbehandelt bleibt. Früherkennung und Behandlung sind entscheidend, um Komplikationen zu verhindern. In schwereren Fällen kann eine chirurgische Behandlung das Wachstum effektiv entfernen und das normale Sehen wiederherstellen. Vorbeugende Maßnahmen wie das Tragen von UV-schützendem Augenbedarf können helfen, das Risiko der Entstehung von Pterygium zu verringern. Wenn Sie Symptome wie Reizung, Rötung oder verschwommenes Sehen verspüren, konsultieren Sie einen Augenarzt für eine entsprechende Bewertung und Behandlung.
