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VITREKTOMIE

Die Vitrektomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem das Glaskörpergel aus dem Auge entfernt wird, um verschiedene Netzhaut- und Glaskörpererkrankungen zu behandeln. Sie ist oft notwendig, wenn der Glaskörper getrübt, mit Blut gefüllt ist oder an der Netzhaut zieht und dadurch das Sehvermögen beeinträchtigt.

Vitrectomy
Online-Termin

Warum wird eine Vitrektomie durchgeführt?

Die Vitrektomie wird zur Behandlung verschiedener Augenerkrankungen eingesetzt, darunter:

  • Netzhautablösung: Hilft, die Netzhaut neu zu positionieren und wieder anzulegen.
  • Glaskörperblutung: Entfernt Blutungen im Auge, die durch Erkrankungen wie diabetische Retinopathie verursacht werden.
  • Makulaforamen: Beseitigt den Zug auf die Netzhaut, damit sich das Loch schließen kann.
  • Epiretinale Membran (Makulapucker): Glättet die gewellte Netzhautoberfläche.
  • Schwere Augeninfektionen (Endophthalmitis): Beseitigt Infektionen und Entzündungen.
  • Intraokulare Fremdkörper: Entfernt Fremdkörper, die ins Auge eingedrungen sind.
  • Komplikationen nach einer Kataraktoperation: Behandelt anhaltende Probleme, die das Sehvermögen beeinträchtigen.

Wie wird eine Vitrektomie durchgeführt?

  1. Anästhesie: Der Eingriff wird in der Regel unter lokaler oder allgemeiner Anästhesie durchgeführt.
  2. Kleine Einschnitte: Winzige Einschnitte (weniger als 1 mm) werden in die Sklera (weißer Teil des Auges) gemacht.
  3. Glaskörperentfernung: Ein mikrochirurgisches Instrument entfernt das Glaskörpergel.
  4. Netzhautreparatur (falls erforderlich): Jegliche Netzhautschäden werden behandelt (z. B. mit Laser oder Kryotherapie).
  5. Ersatzflüssigkeit: Der Glaskörper wird durch Salzlösung, Gas oder Silikonöl ersetzt, um die Augenform zu erhalten.
  6. Wundverschluss: Die winzigen Schnitte heilen meist ohne Nähte.

Erholung nach einer Vitrektomie

  • Verschwommenes Sehen ist in den ersten Wochen häufig.
  • Falls eine Gasblase verwendet wird, müssen Patienten eine bestimmte Kopfhaltung einnehmen, um die Netzhautheilung zu unterstützen.
  • Vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten und Flugreisen, bis Ihr Arzt dies erlaubt.
  • Augentropfen werden verschrieben, um Infektionen und Entzündungen vorzubeugen.

Risiken und Komplikationen

Die Vitrektomie ist im Allgemeinen sicher, aber mögliche Risiken umfassen:

  • Infektion (Endophthalmitis)
  • Netzhautablösung
  • Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom)
  • Kataraktbildung (häufig bei älteren Patienten)

Fazit

Die Vitrektomie ist eine effektive chirurgische Behandlung für ernste Netzhaut- und Glaskörpererkrankungen. Obwohl die Erholungszeit variiert, erleben die meisten Patienten eine deutliche Verbesserung des Sehvermögens, sobald die Heilung abgeschlossen ist.

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